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Foto: Annette Scholtka

Das Stucktympanon von St. Godehard

Auf diesem Tympanon zeigen sich neben Jesus Christus die Bischöfe Godehard und Bernhard (mit dem Kirchenmodell), der Erbauer der Kirche St. Godehard und Gründer des zugehörigen Godehardklosters .

Die beiden Benediktinerklöster St. Michael und St. Godehard wetteiferten im Mittelalter miteinander um ihre Bedeutung.

Als um das Jahr 1200 im Zuge der Heiligsprechung Bernwards in St. Michael die kostbaren Stuck-Chorschranken eingebaut wurden, wollte auch das Godehard-Kloster nicht hintenanstehen. Am Hauptportal von St. Godehard wurde daher ein Stucktympanon „nachgerüstet“. Heute ist außen eine Kopie aus dem 20. Jh. zu sehen (das Original wurde aus konservatorischen Gründen nach innen versetzt).

Die Kopie ist dennoch sehr hochwertig gemacht und man kann gut erkennen, dass sich hier schon die Gotik angekündigt hat. Zu dieser Zeit fangen die Künstler bereits an ihre Werke so zu gestalten, das es natürlich wirkt. Auf diesem Tympanon ist bereits gut zu erkennen, wie ein Buch detailgetreu auf der Brüstung steht und gehalten wird.

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