Gut zu wissen

Gut zu wissen

Steinplatte an der Ostseite des Rathauses

Es handelt sich um ein Epitaph für Lucia von Reden, die Frau des Hofrichters Viet Curd von Mandelsloh, der im 30jährigen Krieg als Unterhändler für die Calenberger Seite fungierte. Besonders schön sind die gut erhaltenen 16 Wappen ihrer Vorfahren. Sie lebte von 1579 bis 1657 und starb in Hannover. Vielleicht wurde deshalb ihr in Hildesheim befindlicher Gedenkstein vergessen. 

Wappenstein an der Treppe zwischen Huckup und St. Andreas

Der Stein zeigt das Wappen der Familie Lübbern, die ab 1406 für 220 Jahre in Hildesheim nachgewiesen ist. Sie stellte zum Beispiel Bürgermeister und Unterstützer der Reformation. Pfarrer Lubbert Lübbern veranlasste im 15. Jahrhundert den Bau der Lambertikirche in der Neustadt und einiger wohltätiger Anstalten. Die Inschrift des Steins lautet: „Hope vp den Here vnd do datt gude vnd bliff im lande vnd ernere dy redlich. Habe dine lust a here zc. 37 psa.“ (Hoffe auf den Herrn und tu das Gute und bleib im Lande und ernähre dich redlich. Habe deine Lust am Herrn. Psalm 37)

Trompeter im Rathaus-Giebel

Carl van Dornick erschuf die Figur aus Kupfer zwischen 1950 und 1954. Sie wurde zum Wiederaufbau des Rathauses von der Handwerkskammer gestiftet. Im Inneren des Instruments steht die Inschrift „Dem Handwerk zur Ehr‘ “. Vorher stand an dieser Stelle die Figur der Hildesheimer Jungfrau.

Luther-Rose am Turm von St. Andreas

In ca. 44 Metern Höhe am Turm befindet sich nach Westen und nach Süden je eine steinerne Rose. Sie markiert das obere Ende des ersten Turmbaues ab 1503 und den Beginn zum Bau des höchsten Kirchturms Niedersachsens ab dem 10.11.1883 zu Ehren des 400sten Geburtstags Martin Luthers.

Wasserspeier am Turm von St. Andreas

Unverkennbar sind die Elemente der Gotik: Spitzbögen und Stützbögen, schmale, hohe Türmchen und große Fenster mit Maßwerk, Kreuzblumen. Aber hatte St. Andreas nicht die typischen Wasserspeier in Tier- oder Ungeheuerform, wie man sie zum Beispiel von Notre- Dame oder im Kleinen von der Annenkapelle im Dom- Kreuzgang kennt? Einen einzigen, in Löwenform, kann man in dem Winkel an der Südseite (rechts) neben dem Turm finden, links neben der Sonnenuhr. Es muss sie also gegeben haben.

Schiff neben dem Rathaus

Auf das Kopfsteinpflaster nördlich (links) vom Rathaus ist ein einfaches Schiff mit einem Kreuz darin gemalt. Es steht für „Katholisch Kaufmännischer Verein, Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung“, der 1877 gegründet wurde und in Hildesheim seit 1886 vertreten ist. Dieser Verein hatte einen Raum im Rathaus. Inzwischen gibt es einen KKV- Treff in der Kreuzstraße 4.

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