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Foto: Ute Albrecht

Grabmal Max Leeser auf dem Nordfriedhof

Max Leeser (1855-1935), Geheimer Komerzienrat und Ehrenbürger der Stadt Hildesheim.

Die Figur auf seinem Grab stellt den Gott Thanatos dar, den Gott des sanften Todes in der griechischen Mythologie. Die nach unten gerichtete Fackel steht für das erlöschende Leben.

Leeser gründete 1886 die Hildesheimer Bank und war 35 Jahre ihr Direktor. Er förderte Handel, Industrie und Kultur in Hildesheim und hatte einen maßgeblichen Einfluss auf die Kali- und Zuckerindustrie in der Region. Unter anderem war er an der Gründung des Stadttheaters Hildesheim beteiligt. Er stiftete zahlreiche der Denkmäler in der Stadt, die während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges verloren gingen. Auch der Katzenbrunnen auf dem Neustädter Markt war ursprünglich ein Geschenk Leesers.
Er hatte auch die Gründung der einstigen Hildesheim-Peiner-Kreiseisenbahn, im Volksmund „Kreis- und Bogenbahn“ genannt, initiiert.

Er beantragte 1889 ihm auf dem Zentralfriedhof einen Platz zu verkaufen, „trotzdem er keiner christlichen und auch nicht jüdischen Confession angehöre“.

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